Alle Artikel in: Urbane Gedanken

Braunschweig urban (1 von 2)

Winterstarre

Warten auf den Frühling. Bald ist er da. Nur noch zwei Wochen, dann will ich blauen Himmel und grüne feine Blättchen sehen. Und Wärme auf meinem Gesicht beim Waldlauf.

urban gardening

Stadtpflanzen Braunschweig

Der urbane Gärtner freut sich immer, wenn er seine Kamera zücken kann und dann so bizarre Dinge fotografieren darf wie vertrocknete Samen im Winter und schöne Farben bei den verschiedenen Pflanzen. Die Hand mit dem Samen“tierchen“, dass so grimmig schaut gehört Vera. Sie hat mir die Samenkapsel gezeigt und „Guck mal!“ gesagt. Ich war ganz entzückt, das Gesicht zu sehen und das kleine Horn auf der Nase. Bestimmt spuckt es nachts heimlich die feinen Samen im Bebelhof herum. Oder in Vera´s Schrebergarten. Im Winter finde ich die Farben sowieso ganz bezaubernd. Hellgelbe vertrocknete Gräser und mit Raureif überzogene Pflanzen. Ein Traum! Zu meiner Schande muss ich gestehen, diesen Winter kaum Fotos in der Natur gemacht zu haben. Lieber bin ich mit meinem Tretroller durch den Wald gebraust und habe dann mit Tee und Schokolade in Zeitschriften geblättert. Asche auf mein Haupt. Hier drei Bilder vom letzten Jahr. Verblühte Stadtpflanzen Extra für Euch!

Schneegloeckchen

Tschüss Winter – Urban Gardening Braunschweig

Ich melde mich mal aus meiner Winterpause zurück! Der Winter ist zwar noch da aber ich bin soeben aus meinem Winterschlaf erwacht. Wie die Schneeglöckchen, die man jetzt überall in Braunschweiger Vorgärten und in den Parks entdecken kann. Wie schön, bald ist es Frühling und die Sonnenstrahlen werden stärker. Das letzte Jahr war anstrengend und der Sommer so vollgepackt mit Terminen, dass ich im Winter froh war, wieder durch atmen zu können. Aber halt, so viel durchatmen konnte ich auch nicht: wir sind umgezogen und hatten den schwersten Umzugs unseres Lebens: 100 Kartons und Möbel und zwei Kater. Es war gar nicht so einfach und das Packen schon Wochen vorher hat unsere Nerven aufgerieben. Außerdem ist so ein Wohnungswechsel ja auch mit Änderungen verbunden: Der Schulweg unserer Tochter ist nun länger, die Einkaufsmärkte stehen an anderen Orten und es muss alles neu entdeckt werden. Dafür sind wir mit mehr Platz belohnt worden und einem wunderschönen Gemeinschaftshof mit Grill und sogar einem Balkon. Er ist klein und fein und man hat eine prima Aussicht auf unsere …

sonnenbrille (1 von 1)

Was braucht der Gärtner? Eine Sonnenbrille.

Ohne Sonnenbrille wäre alles grell und ich würde ständig verkniffen schauen. Statt Mangold zu ernten, würden meine Augen tränen, so dass ich aus Versehen wohl zu den Zwiebeln greife. Eine Sonnenbrille ist daher bei so wunderbarem Wetter wie im Moment mit das wichtigste auf dem Feld und natürlich auch beim Urban Gardening oder einfach beim Chillen in der Stadt. Gleichzeitig sieht alles so viel schöner aus – nette gedämpfte Farben, man kann nach rechts schielen und Dinge beobachten und keiner merkt es, da der Kopf geradeaus gerichtet ist und außerdem kann man insgeheim hoffen, dass man vielleicht doch ein paar weniger Falten bekommt, da man seine Haut mit dem Blinzeln nicht mehr so strapaziert. Bringt natürlich nur was in Verbindung mit extrem viel Sonnenmilch, gut dass ich da ja auch so handle: viel hilft viel. Braun soll mein Gesicht nur durch den Staub der sich verwehenden Erde mit Schweiß von der Gartenarbeit kommen. Aber bitte nur einen Hauch! Oben seht Ihr übrigens meine derzeitige Lieblingsbrille. Und ob Ihr´s glaubt oder nicht: beim Durchsschauen ist kein grelles blau zu sehen wie …

Gartenhandschuhe (1 von 1)

Was braucht der Gärtner? Gartenhandschuhe.

Ohne meine Gartenhandschuhe wäre ich aufgeschmissen. trotz kurzer Fingernägel hätte ich sonst Ränder darunter, als hätte ich unterirdische Fluchtwege mit den Händen gegraben. Meine Kamera wäre versandet und statt dem üblichen Händewaschen danach, müsste ich meine Hände in Chlorbleiche legen. Ich mag gar nicht darüber nachdenken. Ein Gärtner braucht Gartenhandschuhe. Nicht immer, nicht ständig aber manchmal sind sie unerlässlich, da es einfach nervig ist, wenn Haare ins Gesicht fliegen (oder Tiere oder so) und man sich mit der erdschlammnassen Hand ins Gesicht greifen muss und hinterher aussieht, als hätte man sich einen Vollbart gemalt. Handschuhe zieht man einfach aus, dann verscheucht man Haare oder Tiere und weiter geht´s, als wäre nichts gewesen. Gleichzeitig schützt man seine Haut (als Neurodermitiker wie ich es bin sowieso Pflicht) vor allem Möglichen und wenn man nach hause kommt, sagt keiner : “ Na, haste gegraben?“ sondern stattdessen: „Na, wie war Dein Tag?“. Blöd nur, wenn man lange und oft gärtnert und die Sonne oft scheint. Dann müsst Ihr unbedingt auch was langärmeliges tragen. Sonst habt Ihr im August weiße Hände, …

Mohn (1 von 1)

Blumenstrasse Braunschweig

In der Blumenstrasse Braunschweig ist ein Gebäude der HBK (Ihr seht es im Hintergrund). Dort habe ich einst freie Kunst studiert und hatte einen Platz im Atelier im ersten Stock gleich gegenüber vom Fahrstuhl. Krass, wie die Zeit vergeht. Inzwischen gehe ich oft in der Mensa essen, besuche den Rundgang jedes Jahr und in der Blumenstrasse bin ich auch hin und wieder. Aber nicht wegen dem HBK-Gebäude (die Mensa ist dort nämlich nicht). Und auch nicht wegen dem hübschen Namen der Straße. Nein, sondern weil eine Freundin meiner Tochter in der Nähe wohnt und ich auch sonst gerne am Ringgleis spazieren gehe (dort gibt es übrigens einen Mehrgenerationengarten für ältere Menschen. Kostet nix und ist super!). Da gibt es Moos und Bärlauch und Birken (hatschiiiieh) und einen Fitnessparkour und außerdem kann man von dort zu Hornbach oder Real gehen ohne den Autolärm in den Ohren. Aber was ich eigentlich erzählen wollte ist, dass in der Blumenstrasse gerade eine Sensation blüht. In der neuen Nebenstraße „Belfort“, deren Straßenschild auch noch hübsch umstrickt ist, gibt es eine Baustelle, …

Beeren (1 von 1)

Beerenliebe

Was ist die Städterin am Liebsten? … Beeren. In allen Farben und Formen. Gestern gab es zum Nachtisch Heidelbeeren, Himbeeren, Feldsalat und etwas Balsamico und Olivenöl. Lecker war es. Und hat Lust auf mehr gemacht. Im Harz gibt es ja diese vielen unsagbar wunderbaren Heidelbeersträucher ÜBERALL. Und wenn man Richtung Lüneburg auf der B4 fährt, sind an den Rändern der Landstraße, verborgen im Wald, genau so viele. Heidelbeeren sind eines meiner Lieblingszutaten wenn es um süße Rezepte geht. In Pfannkuchen, Muffins und im Hafermilchshake müssen sie dabei sein. Eine kurze tragische Geschichte gebe ich Euch noch mit auf den Weg: in meinem Schrebergarten damals hat mein Liebster immer den Rasen gemäht. Er war schon ziemlich hoch und trotzdem hat man meinen Heidelbeerstrauch noch über das Gras ragen sehen. Aber Roberto dachte, es wäre Unkraut und hat den armen Strauch einfach abgemäht. Seitdem liebe ich die blauen Beeren umso mehr, ich esse sie quasi als Hommage an meinen Schrebergarten.

Gummistiefel

Was braucht ein Gärtner?

Richtig, Gummistiefel. Hier sehr ihr mich mit meinen gelben Stiefeln und einer Pflanze, die inzwischen bei mir in der Küche wohnt. Gummistiefel sind großartig. Als Kind stand ich so stundenlang im Dorfflüsschen und habe versucht Stichlinge zu fangen (und auch geschafft!). Man kann sie einfach an- und ausziehen ohne sich Sorgen um weitere Dinge zu machen, die in der Erwachsenenwelt so verbreitet sind: Schmutz, Schlamm, Pfützen. Als gummibefußter Mensch ist man vor allem gefeit und kann das machen, was leider die wenigsten noch machen: furchtlos durch schlammige Wiesen marschieren, Spaziergänge durch hohes nasses Gras, mit den Kindern über und in Pfützen springen. Gummistiefel sind fast so wichtig wie Schaufeln und Grubber, jawoll! Auch im Stadtgarten. Da sehen sie dann sogar noch stylisch aus. Was habt Ihr für welche? Schmutzige? Traditionelle? Welche mit Absatz und Muster? Oder seid Ihr gar barfuß im Garten? Schreibt einen Kommentar.

Mangold

Ich bin eine Ackerheldin!

Es ist Mittwoch und mein erster Tag als Ackerheldin. Ich bin ganz aufgeregt, ehrlich! Dabei habe ich bisher noch nicht viel mehr gemacht, als mir die Webseite der Ackerhelden immer und immer wieder durchzulesen und dann fröhlich auf „Acker bestellen“ zu klicken und zu bezahlen. Andere kaufen Schmuck, ich will einen Acker. Andere denken über trendige Schuhe nach, ich kaufe mir morgen bequeme Gummistiefel, die sich auch auf Fotos gut machen. Das Leben ist schön. Jedenfalls in meiner Fantasie, in der ich mich auf meinen roten Tretroller schwinge und die 10 Kilometer bis nach Dibbesdorf im Morgengrauen (perfekterweise am Sonntag, da langweile ich mich eh meistens) rolle. Der Dunst wird von meinem Gemüse aufsteigen, die Schnecken bewegen sich flinker als sonst, da noch Tau liegt und ich, ich die Ackerheldin, werde glücklich in der Erde wühlen und mich über Regenwürmer und Schwebfliegen freuen und mit meinem mitgebrachtem Taschenmesser Radieschen direkt auf´s Brot schneiden. Vielleicht ist die Wirklichkeit (in matschiger Erde stecken bleiben; Wespenstiche, Reifenpanne und schieben bei strömendem Regen, der unheimliche Kartoffelkäferfluch…) anders als mein …

stadt (1 von 1)

Macht die Städte grüner!

Wenn man sich für ein Thema interessiert, sieht man sich plötzlich sehr damit konfrontiert und trifft es an jeder Ecke. Als wenn das Thema einen verfolgen würde. Als ich schwanger war, habe ich überall Babybäuche gesehen, als ich mich in einen bestimmten Pulli verliebt habe, hatte jede zweite genau diesen schon an und bei meiner Sehnenentzündung im Fuß konnte ich einige Zeit nur Spazieren gehen und überall waren Scharenweise Läufer. Und jetzt bin ich im Urban Gardening Fieber. Überall sehe ich nur noch Pflanzen: Löwenzahn, zwischen Pflastersteinen, bei uns in der Straße hat sich eine Erdbeerpflanze durch die Gehwegplatten gezwängt und wenn ich Paletten sehe, denke ich an Hochbeete. Einen kleinen Stadtgarten gibt es in der VHS, mitten im Hof sprießen zarte Pflänzchen in Hochbeeten und ganz neu entsteht gerade der Stat(t)Garten Bebelhof. Es juckt mir in den Fingern, dort mitzumachen. Pflanzen sind toll! Großstädte sind toll. Und wilde Blumen und schmutzige Fassaden passen so gut zusammen, sie ergänzen sich und geben das besondere Flair. Die akkuraten Beete von der Abteilung Stadtgrün sind schön, keine Frage (und …